Artikel


08.08.2016

(Quelle: Manfred Tobergte)

Interview mit Manfred Tobergte zur Kommunalwahl 2016

Manfred Tobergte (Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen Bad Iburg) zur Kommunalwahl im September 2016.

Fragen der NOZ an Manfred Tobergte zur Kommunalwahl 2016:

 

Was ist Ihnen in der vergangenen Ratsperiode gut gelungen?

Ich denke, unsere Fraktion hat konstruktiv mitgearbeitet und viel Energie investiert. Wir haben den Bürgerentscheid zur Laga maßgeblich initiiert und mitgetragen, was zu einer deutlichen Entspannung in Rat und Bevölkerung geführt hat. Eine Entscheidung musste fallen. Zuletzt haben wir mit unserem Antrag die B51-Umgehung seitens des Rates abzulehnen, einen Meilenstein gesetzt.

In welchen Bereichen kann sich Ihre Fraktion noch verbessern?

Wir haben unglaublich viel Zeit in Besprechungen und Recherche investiert – jeder Einzelne. Perspektiven und Ideen, die wir uns vorstellen, müssen wir mehr in Form von Anträgen umsetzen. Uns fehlt es auch noch an der Außendarstellung. Andere Parteien machen das genau umgekehrt.

Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit innerhalb des Rates?

Nach der Entscheidung zur Landesgartenschau ist wieder etwas Ruhe eingekehrt. Meiner Meinung nach kann man sich auch ruhig streiten – das gehört zu einer funktionierenden Demokratie dazu. Danach muss man aber auch zusammen ein Bier trinken können. Wichtig ist aber auch die Zusammenarbeit innerhalb der Bevölkerung. Das sich so viele Bad Driburger engagieren in den vielen Vereinen und auch in der Laga-Initiative (Vielzahl von Projektvorschlägen) ist für das Zusammenleben mindestens genauso wichtig.

Welches sind für Sie die wichtigsten Themen im Kommunalwahlkampf in Ihrer Kommune?

Da gibt es so Einiges. Und das ist alles nicht so leicht verdaulich: Die Laga muss unbedingt nachhaltig werden und im finanziellen Rahmen bleiben, die Schulfragen stehen an (Wie geht es weiter mit den Grundschulen?, IGS im Südkreis?), die B51-Umgehung, die Feuerwehr verlangt nach einer Entscheidung bezüglich des Feuerwehrhauses. Wir Grünen stehen auch dafür den Landschaftsverbrauch (69 ha täglich auf Bundesebene) zu minimieren. Neuen Baugebieten stehen wir daher ablehnend gegenüber. Nachverdichtung ist hier unsere Priorität. Die Landwirte brauchen ihre Flächen. Bei allen Vorhaben müssen wir auch unbedingt die Schuldensituation im Blick haben.

Wie kann Bad Iburg seinen Status als Kneippkurort erhalten? Ist das überhaupt gewünscht?

Aus meiner Sicht ist das gewünscht. Kneipp – Gesundheit – Natur – Bewegung, so könnte Bad Iburg sich für die Zukunft aufstellen. Wir werden hier keinen „großen Wurf“ machen können – dazu reicht das Geld nicht. Wir werden an vielen kleinen Schrauben drehen müssen. Aber die Landesgartenschau wird uns sicher bei den Infrastruktur fragen helfen können. Wenn wir auch noch den Erhalt des Warmschwimmbades, mit der Unterstützung externer Ressourcen, geregelt kriegen, wäre das toll.

Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin?

Ich bin wirklich gut mit der Arbeit von Annette Niermann zufrieden. Auch weil die Ausgangslage wirklich schwer war: Zerstrittenheit im Rat, ungelöste Landesgartenschaufrage, hohe Personalfluktuation und unbesetzte Stellen im Rathaus sowie keine „eigene Ratsmehrheit“. Zudem kommt sie mit ihrer offenen Art bei den Iburgern gut an.

Wie viel Prozent rechnen Sie sich für den 11. September aus?

Mathematisch habe ich mit vielen Formeln 50,1% berechnet! Aber ich war noch nie besonders gut in Mathematik. Unser altes Wahlergebnis, knapp 20%, wäre super!



zurück

Keine Kommentare

Kommentar schreiben






CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.




* Pflichtfelder


Es ist zurzeit nicht möglich dieses RSSfeed zu importieren!
Es ist zurzeit nicht möglich dieses RSSfeed zu importieren!